Acht Personen stehen vor einem Bunt bemalten Haus

Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Landesbeauftragter besucht deutsche Minderheit

Anlässlich des 35. Jahrestags der Unterzeichnung des Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrags hat der Hessische Landesbeauftragte für Heimatvertriebene und Spätaussiedler (LBHS), Andreas Hofmeister, MdL, auf Einladung des Verbands der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) das oberschlesische Oppeln, Hauptstadt der polnischen Woiwodschaft Opole, besucht.

Höhepunkt der zweitägigen Reise war das Jubiläumskonzert im Jan-Kochanowski-Theater, welches unter dem Motto „Freundschaft, die verbindet!“ stand. Die polnische und deutsche Politik war hochrangig vertreten, so zählten etwa der Sejmmarschall der Republik Polen, Wlodzimierz Czarzasty, die Bundestagsvizepräsidentin Andrea Lindholz und der Polen-Beauftragte der Bundesregierung, Knut Abraham, MdB, zu den Gästen. Der Landesbeauftragte betonte dazu: „Das Konzert sowie die Gespräche am Rande waren ein beeindruckender Beleg für die deutsch-polnische-schlesische Verbundenheit. Deutlich wurde, dass der Vertrag auch heute noch seine Bedeutung hat und davon lebt, dass dieser von beiden Seiten mit Leben gefüllt wird. Hier bringt sich nicht zuletzt die deutsche Minderheit engagiert und dauerhaft ein und nimmt damit eine wichtige Brückenbaufunktion wahr.“

Lebendige deutsche Minderheit in Polen

Bei der Reise nach Oberschlesien hatte der Hessische Landesbeauftragte vielfach Gelegenheit zum direkten Austausch mit der dort lebenden deutschen Minderheit. Rund 350.000 Oberschlesier besitzen heute neben der polnischen auch die deutsche Staatsbürgerschaft. Insbesondere von der Führung durch das in Oppeln ansässige Dokumentations- und Ausstellungszentrum der Deutschen in Polen war Andreas Hofmeister sehr angetan. Neben der Geschichte der Deutschen in Polen wird in dem gleichfalls als Bildungs- und Begegnungsort fungierenden Museum auch die Tätigkeit der Deutschen im Polen der Gegenwart dargestellt. Ferner führte Andreas Hofmeister zahlreiche Gespräche mit Vertretern der lokalen Institutionen der deutschen Minderheit. Hierbei kam er neben dem Bund der Jugend der Deutschen Minderheit auch mit dem Verein der Bibliotheken, Medien, Kultur und Wissenschaft sowie dem Forschungszentrum der Deutschen Minderheit in Kontakt. „Die Gespräche vermittelten ein Bild von einem äußerst vielfältigen kulturellen Leben der heutigen deutschen Gemeinschaft in Oberschlesien, das von zahlreichen motivierten und engagierten Menschen geprägt ist. Im Bereich der zukunftsgewandten Kulturpflege wird hier Bemerkenswertes geleistet“, fasste Andreas Hofmeister seine Eindrücke zusammen. Zudem sei der gesamte Aufenthalt mit einem sehr gut organisierten Programm von außerordentlicher Herzlichkeit und Gastfreundschaft geprägt. Auf dieser Grundlage werde es weitere Austausche geben, um das Engagement der deutschen Minderheit im Sinne eines friedlichen europäischen Miteinanders zu fördern.