Herr Poseck steht gemeinsam mit sechs Männern und einer Frau in einem Gebäude und zwei der Männer halten Bescheide in den Händen.

Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Leun bündelt drei Wehren in einem Neubau

Innenminister Roman Poseck hat heute dem Bürgermeister der Stadt Leun im Lahn-Dill-Kreis, Alexander Schneider, einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 518.210 Euro für den Neubau eines Feuerwehrhauses im Stadtteil Biskirchen überreicht. In dem neuen Gebäude werden drei bisherige Feuerwehrstandorte der Stadt zusammengeführt.

Innenminister Roman Poseck betonte bei der Übergabe des Förderbescheids: „Ein modernes Feuerwehrhaus ist das Herz einer jeden Feuerwehr. Hier wird ausgebildet, geübt sowie Gemeinschaft gelebt und von hier aus rücken die Einsatzkräfte aus, wenn Menschen in Not sind. Mit dem Neubau in Biskirchen schafft die Stadt Leun beste Bedingungen für ihre Feuerwehr und bündelt Kräfte, Technik und Wissen an einem zentralen Ort.

Das Land unterstützt dieses wichtige Vorhaben gerne mit mehr als einer halben Million Euro. In den vier Wehren der Stadt Leun engagieren sich über 100 aktive Einsatzkräfte. Allein in Biskirchen sind es fast 40 Aktive. Im Jahr 2025 rückten die Leuner Feuerwehren zu 122 Einsätzen aus, darunter 36 Brände und 71 technische Hilfeleistungen. Insgesamt leisteten die Ehrenamtlichen im vergangenen Jahr mehr als 5.100 Stunden für Einsätze, Übungen, Lehrgänge und Brandschutzerziehung.

Besonders freut mich, wie viele junge Menschen sich in Leun für die Feuerwehr begeistern. Fast 100 Kinder und Jugendliche sind in der Kindergruppe und der Jugendfeuerwehr aktiv. Das neue Feuerwehrhaus bietet ihnen einen eigenen Bereich und ist damit auch eine Investition in die Zukunft. Ich danke allen Kameraden herzlich für ihren großartigen ehrenamtlichen Einsatz.“

Das neue Feuerwehrhaus soll den Brandschutz und die Allgemeine Hilfe, die Ausrüstung sowie die Gewinnung und Entwicklung von Nachwuchs der Feuerwehr Leun verbessern. Gefördert werden unter anderem sechs Fahrzeugstellplätze, ein Schulungsraum, ein Bereich für die Jugendfeuerwehr, Umkleide-, Lager- und Werkstattbereiche, ein Führungsraum sowie eine Notstromversorgung.

Gezielte Förderung des Brandschutzes

Mit der Erhöhung der Garantiesumme im Brandschutz haben wir die Förderung der Feuerwehren in Hessen nochmals deutlich gestärkt. Davon profitiert auch der Lahn-Dill-Kreis: In den vergangenen zwei Jahren wurden insgesamt 13 Fahrzeuge und elf bauliche Maßnahmen mit insgesamt mehr als 4,3 Millionen Euro gefördert. Im Landkreis engagieren sich mehr als 3.200 aktive Einsatzkräfte in 96 Freiwilligen Feuerwehren. Die Stadt Leun erhielt bereits im Jahr 2025 eine Förderung in Höhe von rund 115.700 Euro für ein Feuerwehrfahrzeug.

Die Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes ist für die Hessische Landesregierung ein Schwerpunkt. Das Land investiert schon seit Jahren in Feuerwehrfahrzeuge, -häuser und -technik, aber zum Beispiel auch in die Aus- und Fortbildung von Einsatzkräften an der Hessischen Landesfeuerwehrschule. Allein im vergangenen Jahr 2025 wurden 134 Fahrzeuge und 58 Baumaßnahmen an Feuerwehrhäusern mit mehr als 21 Millionen Euro gefördert. Damit hat das Land mehr als 90 Prozent aller eingegangenen förderfähigen Anträge bewilligt und damit trotz schwieriger Gesamthaushaltslage das hohe Niveau der Vorjahre halten können. Seit 2016 betrug die Förderung von mehr als 1.770 Einsatzfahrzeugen und rund 600 Baumaßnahmen insgesamt mehr als 200 Millionen Euro.

Auch im Jahr 2026 investiert die Hessische Landesregierung weiter zielgerichtet in den Brand- und Katastrophenschutz und stärkt die Einheiten bedarfsgerecht. Dazu stellt das Land erneut mehr als 21 Millionen Euro bereit. Hinzu kommen Mittel mindestens für die bewährten Landesbeschaffungsaktionen für TSF-W-Fahrgestelle, Mittlere Löschfahrzeuge MLF und Löschgruppenfahrzeuge LF 10. In diesem Bereich werden neue Lieferverträge ausgeschrieben, um die hessischen Städte und Gemeinden auch weiterhin von der Durchführung von Vergabeverfahren zu entlasten und den Feuerwehren leistungsfähige Fahrzeuge anbieten zu können.

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