Innenstaatssekretär Martin Rößler hat bei der Einweihung des neuen, vom Land Hessen geförderten Feuerwehrhauses in der Wetzlarer Innenstadt eine Rede gehalten und die große Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements für den Brandschutz betont. Das Land Hessen stellte für den Bau des neuen Stützpunkts Mittel in Höhe von 1.146.600 Euro zur Verfügung.
Auf einer Nutzfläche von rund 9.000 Quadratmetern gibt es in dem neuen Gebäudekomplex zum Beispiel eine Fahrzeughalle mit Platz für 23 Einsatzfahrzeuge, eine Schlauch-, Atemschutz- und Feuerlöscherprüfwerkstatt, einen neuen Funkraum sowie Büros, Sozial- und Gemeinschaftsräume. Die offizielle Atemschutzübungsstrecke des Lahn-Dill-Kreises ist ebenfalls integriert.
Martin Rößler zeigte sich erfreut über den neuen Feuerwehrstützpunkt: „Es ist ein hochmodernes Haus geworden, das auf die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehrleute in Wetzlar genau abgestimmt ist und das den Brandschutz in der Stadt langfristig stärken wird. Die mehr als 360 Einsatzkräfte der Innenstadtwehr sind jederzeit einsatzbereit und leistungsstark. Der Neubau bietet ihnen ideale Voraussetzungen für ihre Treffen im Stützpunkt und die Feuerwehrarbeit.
Die Hessische Landesregierung legt großen Wert darauf, dass die Freiwilligen Feuerwehren in Hessen gut ausgestattet sind und investiert deshalb kontinuierlich in die Förderung von Feuerwehrhäusern und -fahrzeugen. Allein 2025 wurden 134 Fahrzeuge und 58 Baumaßnahmen an Feuerwehrhäusern mit mehr als 21 Millionen Euro gefördert. Ich freue mich, dass wir den Neubau in Wetzlar mit mehr als 1,1 Millionen Euro unterstützen können. Mit dem Geld wird nicht nur die Wetzlarer Feuerwehr, sondern auch die Sicherheit der mehr als 54.000 Menschen in Wetzlar gestärkt.
Ich wünsche allen Feuerwehrleuten, dass Ihnen das neue Feuerwehrhaus schnell zu einem zweiten Zuhause wird, in dem sie sich wohlfühlen und gute Stunden im Dienst des Gemeinwohls verbringen können. Allen, die am Neubauprojekt mitgearbeitet haben und allen, die sich bei der Freiwilligen Feuerwehr Wetzlar engagieren, wünsche ich alles Gute und auch in Zukunft viel Erfolg.“
Die Feuerwehr Wetzlar hat elf Standorte, mehr als 360 aktive Einsatzkräfte und ist für eine Fläche von über 75 Quadratkilometern zuständig. Es gibt eine Kinderfeuerwehr und eine Jugendfeuerwehr, in denen insgesamt fast 300 junge Leute an den Brandschutz und Einsatzdienst herangeführt werden. Seit Anfang 2024 verfügt die Wetzlarer Feuerwehr auch über eine Drohnenstaffel.
Gezielte Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes
Im Lahn-Dill-Kreis hat das Land Hessen allein in den vergangenen zwei Jahren Zuwendungen für 13 Fahrzeuge und elf bauliche Maßnahmen bewilligt oder vorbeschieden, das Gesamtvolumen betrug mehr als 4,3 Millionen Euro. An die Stadt Wetzlar gingen im Bereich des Brandschutzes seit 2020 Landesfördermittel in Höhe von mehr als 1 Million Euro.
Die Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes ist für die Hessische Landesregierung ein Schwerpunkt. Das Land investiert schon seit Jahren in Feuerwehrfahrzeuge, -häuser und -technik, aber zum Beispiel auch in die Aus- und Fortbildung von Einsatzkräften an der Hessischen Landesfeuerwehrschule. Allein 2025 wurden 134 Fahrzeuge und 58 Baumaßnahmen an Feuerwehrhäusern mit mehr als 21 Millionen Euro gefördert. Damit hat das Land mehr als 90 Prozent aller förderfähigen Anträge bewilligt und trotz schwieriger Gesamthaushaltslage das hohe Niveau der Vorjahre halten können. Seit 2016 betrug die Förderung von mehr als 1.770 Einsatzfahrzeugen und rund 600 Baumaßnahmen insgesamt mehr als 200 Millionen Euro.
Im Jahr 2026 investiert die Hessische Landesregierung weiter zielgerichtet in den Brand- und Katastrophenschutz und stärkt die Einheiten bedarfsgerecht. Dazu stellt das Land erneut mehr als 21 Millionen Euro bereit. Hinzu kommen Mittel mindestens für die bewährten Landesbeschaffungsaktionen für TSF-W-Fahrgestelle, Mittlere Löschfahrzeuge MLF und Löschgruppenfahrzeuge LF 10. In diesem Bereich werden neue Lieferverträge ausgeschrieben, um die hessischen Städte und Gemeinden weiterhin von der Durchführung von Vergabeverfahren zu entlasten und den Feuerwehren leistungsfähige Fahrzeuge anbieten zu können.