Deshalb hat die Landesregierung bereits im Jahr 2024 reagiert und ein Respekt-Paket mit verschiedenen Maßnahmen zur verbesserten Anerkennung der Leistung, zur verbesserten Ausstattung und für mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung geschnürt. Ich unterstütze auch ausdrücklich, dass die Bundesregierung ein Gesetz auf den Weg bringen will, um den Strafrahmen bei Übergriffen auf Einsatzkräfte zu verschärfen. Die Initiative greift Forderungen auf, die Hessen schon seit längerem vertritt, darunter der Vorschlag, das Mindeststrafmaß bei tätlichen Angriffen auf Einsatzkräfte von drei auf sechs Monate zu erhöhen. Ich sage es deutlich: Wer Einsatzkräfte angreift, gehört aus meiner Sicht grundsätzlich ins Gefängnis. An dieser Stelle braucht es Konsequenz und Härte des Rechtsstaats, denn diese Angriffe sind zutiefst verwerflich. Wir werden auch in Zukunft alles tun, um unsere Einsatzkräfte zu schützen und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.
Es braucht aber auch ein klares Signal aus der Mitte der Gesellschaft: Wer Einsatzkräfte angreift, steht außerhalb unseres demokratischen Miteinanders. Zu diesem Grundkonsens kann jeder einen Beitrag leisten, indem er sich klar gegen Gewalt auf Einsatzkräfte positioniert und den Frauen und Männern von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten respektvoll und mit Wertschätzung begegnet.“
Abschließend dankte Innenminister Roman Poseck allen Beteiligten, die mit ihrem Engagement und ihrer Fachkompetenz zur erfolgreichen Realisierung des Neubaus beigetragen haben.
„Eine moderne Rettungswache entsteht nicht von allein. Hinter einem solchen Projekt stehen viele Menschen, die mit großem Engagement, Fachwissen und Ausdauer daran gearbeitet haben. Ihnen allen gilt mein herzlicher Dank. Sie haben die Grundlage dafür geschaffen, dass die Menschen in Frankfurt auch künftig auf schnelle und professionelle Hilfe vertrauen können. Den Mitarbeitern der neuen Rettungswache 31 wünsche ich für ihre wichtige Arbeit alles Gute, viel Erfolg und vor allem, dass sie von jedem Einsatz gesund zurückkehren.“
Umfangreiche Investitionen in den Brand- und Katastrophenschutz
Das Land Hessen unterstützt durch umfangreiche Investitionen den Brand- und Katastrophenschutz, die Anerkennungskultur sowie die verbesserte Absicherungen für Einsatzkräfte. Allein für die Anerkennung und Wertschätzung der ehrenamtlichen Helfer stellt das Land jährlich mehr als 3,2 Millionen Euro bereit. Ehrungsmöglichkeiten wurden ausgebaut und Anerkennungsprämien deutlich erhöht. Gleichzeitig sorgt der Unfallentschädigungserlass für eine verlässliche finanzielle Absicherung der Einsatzkräfte im Falle von Invalidität oder Tod.
Darüber hinaus hat die Landesregierung in den vergangenen Jahren rund 100 Millionen Euro in die Modernisierung und Ausstattung des Katastrophenschutzes investiert – eine Rekordsumme für mehr Sicherheit in Hessen. Mit Blick auf die Folgen des Klimawandels wurden gezielt neue Einsatzmittel zur Bekämpfung von Waldbränden sowie für Starkregen- und Hochwasserlagen beschafft. Auch künftig wird das Land diesen Weg konsequent fortsetzen und insbesondere in Ersatzbeschaffungen sowie die weitere Stärkung der Sanitäts- und Betreuungszüge investieren, um den Herausforderungen der Zukunft bestmöglich begegnen zu können.
Innenminister Roman Poseck hatte bereits an dem Richtfest für die ASB-Rettungswache 31 im August 2024 teilgenommen.