Vor Ort betonte Roman Poseck die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr für die Gefahrenabwehr und dankte den Brandschützern für ihren Einsatz für das Gemeinwohl: „Ohne Ehrenamtliche, die sich in den mehr als 2.400 Freiwilligen Feuerwehren in Hessen engagieren, wäre der Brandschutz in dieser Form nicht denkbar. Ich bin den rund 50 Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr der Kernstadt Gersfeld sehr dankbar, dass sie bei Bedarf rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr bereitstehen, um Hilfe zu leisten. Ob bei Bränden, Unfällen oder Unwettern: Auf die Brandschützer der Freiwilligen Feuerwehr Gersfeld können sich die Bürger stets verlassen.
Dieses Engagement, dieses Herzblut soll bestmögliche Unterstützung und Rahmenbedingungen finden. Neben unseren jüngsten Bestrebungen, im Brand- und Katastrophenschutz übermäßige Bürokratie abzubauen und den Kommunen mehr Freiheiten zu geben – zum Beispiel mit einer Zielvereinbarung mit der Unfallkasse Hessen zur Entbürokratisierung der Prüfung von Feuerwehrhäusern durch den Technischen Prüfdienst Hessen – unterstützen wir seit Jahren unsere Kommunen finanziell bei der Anschaffung neuer Einsatzfahrzeuge und der Modernisierung von Feuerwehrhäusern. Dies kommt nun auch Gersfeld zugute.
Der neue Rüstwagen wird künftig umfangreiches Werkzeug und Spezialgerät für die Kameraden in den Einsatz bringen, zum Beispiel bei Unfällen, Naturkatastrophen oder bei Gefahrguteinsätzen. Damit stärken wir die Freiwillige Feuerwehr Gersfeld-Kernstadt – davon profitiert auch der Schutz der Bürger.
Für ihren ehrenamtlichen Einsatz für die nicht-polizeiliche Gefahrenabwehr und das Gemeinwohl danke ich den rund 240 Frauen und Männer in der Einsatzabteilung. Es ist mehr als beeindruckend, dass eine Stadt mit gut 5.000 Einwohnern 10 Stadtteilwehren mit so vielen Einsatzkräften unterhält. Das spricht für das herausragende Engagement der Menschen in der Rhön.“
Umfangreiche Investitionen im Brand- und Katastrophenschutz
Den Brandschutz in Gersfeld hat die Landesregierung seit 2020 mit mehr als 400.000 Euro gefördert. Auch der Kreis Fulda, zu dem Gersfeld gehört, hat von der Landesförderung profitiert: In den vergangenen zwei Jahren wurden 14 Fahrzeuge und 24 bauliche Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von mehr als 1,5 Millionen Euro gefördert. Alleine im vergangenen Jahr wurden im Landkreis acht Fahrzeuge und vier bauliche Maßnahmen mit mehr als 800.000 Euro gefördert.
Die Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes ist für die Hessische Landesregierung ein Schwerpunkt. Im Rahmen seiner Unterstützung investiert das Land schon seit Jahren in Feuerwehrfahrzeuge, -häuser und -technik, aber zum Beispiel auch in die Aus- und Fortbildung von Einsatzkräften an der Hessischen Landesfeuerwehrschule (HLFS). Allein im vergangenen Jahr 2025 wurden rund 135 Fahrzeuge und rund 60 Baumaßnahmen an Feuerwehrhäusern mit mehr als 21 Millionen Euro gefördert. Damit hat das Land mehr als 90 Prozent aller eingegangenen förderfähigen Anträge bewilligt und damit trotz schwieriger Gesamthaushaltslage das hohe Niveau der Vorjahre halten können. Seit 2016 betrug die Förderung von mehr als 1.770 Einsatzfahrzeugen und rund 600 baulichen Maßnahmen insgesamt mehr als 200 Millionen Euro. Auch im Jahr 2026 wird die Hessische Landesregierung weiter zielgerichtet in den Brand- und Katastrophenschutz investieren und die Einheiten bedarfsgerecht stärken.