Innenstaatssekretär Martin Rößler, Bürgermeister Christian Somogyi, Landrat Jens Womelsdorf, Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich und Achim Weck vom Technischen Prüfdienst Hessen.

Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Neues Feuerwehrhaus nach Brand eröffnet

Im Oktober 2024 führte ein technischer Defekt im Feuerwehrhaus Stadtallendorf zu einem Großbrand, der die erst ein Jahr zuvor eingeweihte Fahrzeughalle und den gesamten Fuhrpark zerstörte. Nach dem Feuer rollte eine Welle der Hilfsbereitschaft mit dem Ziel an, den Wiederaufbau der Halle und die Neubeschaffung der Fahrzeuge zu unterstützen.

Das Land reagierte umgehend: Um den Grundschutz in Stadtallendorf sicherzustellen, stellte es kurzfristig Leihfahrzeuge der Hessischen

Landesfeuerwehrschule zur Verfügung und half bei der Vermittlung weiterer in Hessen verfügbarer Fahrzeuge. Außerdem bewilligte das Land drei Förderungen mit einer Gesamthöhe von fast 220.000 Euro zur Beschaffung neuer Einsatzfahrzeuge, nämlich eines Löschfahrzeugs (LF) des Typs 20, eines Wechselladerfahrzeugs (WLF) und eines Rüstwagens (RW). Die Hessische Feuerwehrstiftung stellte außerdem 5.000 Euro Soforthilfe zur Verfügung, um die Fortsetzung der Arbeit der Kinder- und Jugendfeuerwehr zu ermöglichen. Zum Dank für die vielfältige Hilfe lud der Stadtfeuerwehrverband Stadtallendorf zahlreiche Unterstützer zu einer Feier in das neu eröffnete Feuerwehrhaus in der Straße des 17. Juni ein.

Leistungsfähigkeit auch in Krisensituationen

Innenstaatssekretär Martin Rößler blickte in seinem Grußwort zurück auf den Brand und die Folgezeit und hob dabei die herausragenden Leistungen der Freiwilligen Feuerwehr Stadtallendorf hervor: „Es gibt Ereignisse, die sich bei denen, die dabei waren, für immer ins Gedächtnis brennen. Das Feuer in der neu errichteten Fahrzeughalle der Feuerwehr hier in Stadtallendorf ist so ein Ereignis. Von meinem Besuch am Morgen des Brandes sind mir noch die Fahrzeuggerippe in Erinnerung, die in der Ruine der niedergebrannten Halle standen. Das Feuer hat nicht nur die Stadt und Feuerwehr Stadtallendorf, sondern die ganze Region ins Herz getroffen. Doch einmal mehr zeigte sich, dass aus einem Unglück auch ein Glück erwachsen kann: Die ‚Unterstützungsmaschinerie‘, die sofort nach dem Feuer ansprang, lief wie geschmiert und war hochleistungsfähig.

Viele Menschen krempelten die Ärmel hoch, packten mit an, sicherten Unterstützung zu und leisteten diese. Das war gelebte Solidarität und ein beeindruckendes Zeichen für den Zusammenhalt in Krisensituationen. Das Land hat den Wiederaufbau der niedergebrannten Fahrzeughalle und die Beschaffung neuer Einsatzfahrzeuge gern unterstützt. Über die finanzielle Förderung hinaus war uns wichtig, mit Beratung umfassend zu unterstützen, um eine erfolgreiche Antragsstellung und eine optimale Nutzung sämtlicher Fördermöglichkeiten sicherzustellen.

Zu der ohnehin schon hohen Belastung der Freiwilligen Feuerwehren kam in Stadtallendorf in den gut anderthalb Jahren seit dem Feuer noch die außergewöhnliche Mehrbelastung durch den Wiederaufbau. Was hier zwischen dem Brand und der Eröffnung der neuen Fahrzeughalle geleistet wurde, ist herausragend. In Stadtallendorf hat sich beispielhaft gezeigt, was die Freiwilligen Feuerwehren in Hessen auch in Krisensituationen zu leisten imstande sind.

Ich danke den Feuerwehrleuten Stadtallendorfs für alles, was sie im Dienst des Brandschutzes tun. Für die Zukunft wünsche ich ihnen alles Gute und, vor allem, dass sie vor Unglücken wie Feuern im eigenen Haus verschont bleiben.“