Ministerpräsident und Innenminister gehen gemeinsam mit Polizisten durch einen Bahnhof

Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Polizei kontrolliert Bahnhofsviertel konsequent

Ministerpräsident Boris Rhein und Innenminister Roman Poseck haben das Frankfurt Bahnhofsviertel besucht, sich über die Fortschritte auf Basis des 7-Punkte-Plans der Landesregierung informiert und eine Razzia begleitet.

Ministerpräsidenten Boris Rhein: „Die Erfolge der Frankfurter Polizei von Donnerstagabend zeigen einmal mehr, dass wir in Hessen konsequent gegen Kriminalität und für die Sicherheit unserer Bürger handeln. Der 7-Punkte-Plan wirkt – mit mehr Härte gegen Kriminelle und Dauer-Razzien gegen Dealer. Stärkere Polizeipräsenz, mehr Kontrollen und moderne Technik sorgen für ein Mehr an Sicherheit. Durch den Einsatz der mobilen Wache wird die Präsenz der Polizei im Bahnhofsviertel noch einmal erhöht und der direkte Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern gestärkt. Das ist gelebte Sicherheitspolitik – innovativ, entschlossen und zum Schutz aller, die in unserem Land leben. Ich danke den Beamten für ihren herausragenden Einsatz für unsere Sicherheit – nicht nur am gestrigen Abend, sondern an jedem einzelnen Tag.“

Innenministers Roman Poseck: „Die gestrigen Kontrollen im Frankfurter Bahnhofsviertel sollen ein klares Signal sein. Wer gegen unsere Gesetze verstößt, muss mit der Härte des Rechtsstaates rechnen. Die Polizei ist den Kriminellen auf den Fersen und zeigt, dass es keinen reichsfreien Raum gibt. Besonders stolz bin ich auf den Einsatz modernster Technologien wie der Gesichtserkennungs-App, die uns ermöglicht, Tatverdächtige direkt vor Ort zu identifizieren. Das ist ein wichtiger Schritt, um die Handlungsfähigkeit unserer Beamten weiter zu stärken. Dank der Polizei hat sich das Bahnhofsviertel schon sichtbar verändert. Klar ist aber, dass es einen langen Atem braucht. Deswegen werden wir nicht müde, sondern bauen unsere Maßnahmen aus, um das Bahnhofsviertel für die Bürger noch sicherer zu machen.“

Massive Polizeipräsenz gegen Drogenkriminalität

Am Donnerstag, den 12. März 2026, führte die Frankfurter Polizei gemeinsam mit dem Hessischen Polizeipräsidium Einsatz und der Bundespolizei eine großangelegte Kontrollaktion im Frankfurter Bahnhofsgebiet und der Innenstadt durch. Seit dem Start der Innenstadtoffensive war es bereits die 50. Großkontrolle. Fast 200 Einsatzkräfte waren von den späten Nachmittagsstunden bis tief in die Nacht im Einsatz, um gezielt gegen die organisierte Drogenkriminalität vorzugehen. Im Fokus standen dabei bekannte Treffpunkte von Rauschgiftdealern. Unterstützt wurden die Beamten durch die Videoschutzanlage im Bahnhofsviertel, die eine lückenlose Überwachung der kritischen Bereiche ermöglichte.

Bei der gestrigen Großkontrolle wurden 414 Personen kontrolliert, 36 Strafanzeigen gestellt, 1 Haftbefehl vollstreckt und mehrere Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, die Waffenverbotszone und das Aufenthaltsgesetz festgestellt. Daneben wurden mehrere Betäubungsmittel/Arzneimittel sichergestellt.

Modernste Technik im Einsatz

Besonders innovativ zeigte sich die Polizei bei der Identifizierung von Personen ohne Ausweispapiere. Erstmals kam eine bundesweit einzigartige Gesichtserkennungs-App zum Einsatz, die derzeit im Pilotbetrieb auf den dienstlichen Smartphones der Frankfurter Polizei läuft. Entwickelt wurde die Anwendung im Rahmen eines Gemeinschaftsprojekts des INNOVATIONHUB 110 der Hessischen Polizei, des Hessischen Landeskriminalamts und des Bundeskriminalamts. Die App greift auf das Gesichtserkennungssystem des BKA zu und ermöglicht es, Tatverdächtige direkt vor Ort zu identifizieren. Voraussetzung ist ein bereits vorhandener Datensatz der zu identifizierenden Person im polizeilichen Datenbestand. Diese Form der sofortigen Identifizierung ausweisloser Personen ist bisher einmalig in Deutschland.

Doch nicht nur die hohe Zahl an Kontrollkräften sorgte für eine sichtbare Polizeipräsenz. Eine mobile Wache im Kaisertor verstärkte die Präsenz der Sicherheitskräfte im Viertel. Die mobile Wache, die seit einigen Wochen im Bahnhofsgebiet getestet wird, soll künftig als niedrigschwelliges Angebot für Bürgerinnen und Bürger sowie Anwohner dienen – sei es, um Hinweise zu geben, Fragen zu stellen oder Strafanzeigen zu erstatten. Ein weiterer Vorteil: Die mobile Wache kann flexibel und bedarfsgerecht eingesetzt werden, um auf aktuelle Beschwerdelagen zu reagieren und den Anliegen der Bevölkerung gezielt nachzukommen.