Nahaufnahme von Innenminister Poseck im Hubschrauber mit einem Headset.

Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Polizei und Bergwacht trainieren Rettung aus der Luft

Die Polizeifliegerstaffel Hessen führte vom 10. bis zum 13. September 2026 gemeinsam mit der Bergwacht Hessen eine mehrtägige Windenübung durch. Geübt wurde im Bereich der Bergstraße zwischen Nieder-Ramstadt und Ober-Beerbach. An voraussichtlich drei Übungstagen ist zusätzlich ganztägig eine Besatzung des SAR-Kommandos der Bundeswehr mit einem Hubschrauber vom Typ H145 beteiligt.

Innenminister Roman Poseck hat sich am 12. September 2026 vor Ort über den Ablauf der Übung informiert.

Innenminister Roman Poseck betonte bei seinem Besuch: „Wer in unwegsamem Gelände verunglückt, abstürzt oder vom Wasser eingeschlossen wird, ist häufig auf Hilfe aus der Luft angewiesen. Die Rettung mit der Winde gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben, die unsere Polizeihubschrauber übernehmen. Sie verlangt höchste Präzision von der gesamten Besatzung und ein eingespieltes Zusammenwirken zwischen Luft und Boden. Das lässt sich nur durch regelmäßiges und intensives Training erreichen.

Die Zusammenarbeit mit der Bergwacht Hessen ist dabei von zentraler Bedeutung. Die Bergwacht ist einer von zwei Kooperationspartnern in Hessen für die Höhenrettung mittels Hubschrauber. Im Einsatzfall muss jeder Handgriff sitzen. Deshalb wird über mehrere Tage hinweg gemeinsam geübt. Dabei werden Besatzungsmitglieder in das Verfahren eingewiesen und die Standards der Einsatzbesatzungen fortlaufend weiterentwickelt.

Die Rettung aus der Luft ist für Menschen in Not oft die einzige Chance. Dafür trainieren unsere Besatzungen gemeinsam mit der Bergwacht Hessen unter realistischen Bedingungen.

Roman Poseck Innenminister

Ein wichtiges Signal ist die Teilnahme einer Besatzung des SAR-Kommandos der Bundeswehr, die nun bereits zum zweiten Mal an einer solchen Übung mitwirkt. Die zivil-militärische Zusammenarbeit gewinnt gerade mit Blick auf den Katastrophenfall an Bedeutung. Wenn Polizei, Bergwacht, weitere Organisationen mit Sicherheitsaufgaben und die Bundeswehr eingespielt zusammenarbeiten, entstehen Synergien, die im Ernstfall Leben retten können.

Die Einsatzzahlen zeigen, wie wichtig diese Fähigkeit ist. Im laufenden Jahr wurden hessische Polizeihubschrauber bereits bei sechs Einsätzen mit der Rettungswinde eingesetzt, in vier Fällen ging es dabei um die Rettung von Menschen. In den beiden Vorjahren lagen die Zahlen deutlich niedriger. Hinter jedem einzelnen Einsatz steht eine Notlage, in der schnelle und professionelle Hilfe entscheidend war. Ich konnte mich bereits am vergangenen Donnerstag bei einem Streifenflug über KRITIS von der Einsatzfähigkeit der Polizeihubschrauber überzeugen.

Mein Dank gilt allen Beteiligten der Polizeifliegerstaffel, der Bergwacht Hessen und der Bundeswehr. Sie leisten mit hohem persönlichem Einsatz einen wertvollen Beitrag für die Sicherheit und Krisenvorsorge der Menschen in Hessen.“

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