Poseck steht mit einer großen Gruppe von Personen in schicken Feuerwehruniformen vor einem Feuerwehrauto.

Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Poseck dankt Einsatzkräften für Waldbrand-Einsatz

Innenminister Roman Poseck hat die Freiwillige Feuerwehr Rodenbach besucht und sich über den Waldbrand informiert, der am 10. August 2026 im Main-Kinzig-Kreis ausgebrochen war. Bei dem Einsatz waren mehr als 700 Einsatzkräfte aus Hessen und dem angrenzenden Bayern beteiligt.

Die betroffene Fläche umfasst rund 530.000 Quadratmeter. Neben zahlreichen Feuerwehren aus dem Main-Kinzig-Kreis waren unter anderem Kräfte aus dem Landkreis Offenbach, dem Wetteraukreis und der Stadt Hanau, des Technischen Hilfswerks, des Betreuungszugs von DRK und Malteser Hilfsdienst sowie der Polizei im Einsatz. Zusätzlich unterstützten mehr als 100 Einsatzkräfte aus dem benachbarten Landkreis Aschaffenburg. Auch Polizeihubschrauber und Drohneneinheiten waren im Einsatz.

Innenminister Roman Poseck erklärte bei seinem Besuch: „Die extreme Hitze und Trockenheit dieses Sommers hat unsere Einsatzkräfte vor große Herausforderungen gestellt. Auch in Hessen musste unsere Feuerwehr häufig wegen Wald- und Vegetationsbränden ausrücken. Besonders schwer getroffen war der Main-Kinzig-Kreis; konkret die Orte Rodenbach und Oberrodenbach. Am 10. August wurden zunächst drei Brandstellen festgestellt, die sich im weiteren Verlauf ausweiteten. Insgesamt war am Ende eine Gesamtfläche von 53 Hektar von Bränden betroffen.

Es gab einen mehrtägigen Einsatz der Feuerwehreinheiten aus dem gesamten Main-Kinzig-Kreis sowie ein größerer Kräfteansatz der Polizei. Zur Brandbekämpfung aus der Luft kam zunächst ein Hubschrauber der hessischen Polizei zum Einsatz. Im weiteren Verlauf wurde der im Rheingau-Taunus-Kreis eingesetzte zweite Polizeihubschrauber ebenfalls nach Rodenbach verlegt, sodass dort beide Hubschrauber der hessischen Polizei eingesetzt wurden. Vier Drohneneinheiten lieferten zusätzliche Informationen für die Lagebeurteilung und unterstützten die Einsatzleitung. Damit konnten die Einsatzkräfte am Boden gezielt unterstützt und die Entwicklung des Brandgeschehens aus der Luft beobachtet werden. Da auch das bayerische Grenzgebiet betroffen war, waren ebenso die Kräfte aus Bayern aktiv. Insgesamt war dies die größte dokumentierte Brandfläche dieses Sommers und einer der größten Brände in der Region Main-Kinzig-Kreis.

Der Waldbrand in Rodenbach war eine  große Herausforderung  für unsere Einsatzkräfte. Durch die trockenen Bedingungen und die Windverhältnisse bestand auch nach der Kontrolle des Feuers weiterhin die Gefahr, dass Glutnester wieder aufflammen. Umso wichtiger waren eine schnelle Reaktion, eine professionelle Einsatzführung und die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Kräfte.

Mehr als 700 Einsatzkräfte haben über mehrere Tage hinweg gemeinsam dafür gesorgt, dass sich der Waldbrand nicht weiter ausbreiten konnte. Dieser Einsatz verdient unseren größten Respekt und Dank.

Roman Poseck Innenminister

Mehr als 700 Einsatzkräfte aus Hessen und dem angrenzenden Bayern waren an den Löscharbeiten beteiligt. Mein besonderer Dank gilt den ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern aus Rodenbach und dem gesamten Main-Kinzig-Kreis. Sie waren über mehrere Tage hinweg im Einsatz und haben dabei große körperliche Belastungen auf sich genommen. Unterstützt wurden sie von Feuerwehren aus weiteren hessischen Landkreisen und der Stadt Hanau sowie von Einsatzkräften des Technischen Hilfswerks, der Hilfsorganisationen und der Polizei. Auch mehr als 100 Einsatzkräfte aus dem Landkreis Aschaffenburg waren im Einsatz. Diese grenzüberschreitende Zusammenarbeit hat eindrucksvoll gezeigt, dass im Bevölkerungsschutz alle an einem Strang ziehen.

Ich bin heute im Rahmen der Respektwoche nach Rodenbach gekommen, um den Einsatzkräften persönlich meinen Dank auszusprechen. Sie haben Herausragendes geleistet und sich selbst für den Schutz anderer aufgeopfert. Das verdient Anerkennung und Respekt.

Mein Dank gilt deshalb allen, die an diesem anspruchsvollen Einsatz beteiligt waren. Den Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern, der Polizei, dem Technischen Hilfswerk, den Hilfsorganisationen, den Mitarbeitern des Wasserversorgers sowie allen weiteren Helfern. Sie alle haben mit großem Engagement, hoher Professionalität und viel Verantwortungsbewusstsein dafür gesorgt, dass der Brand unter Kontrolle gebracht und eine weitere Ausbreitung verhindert werden konnte.

Gerade die Freiwilligen Feuerwehren leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit in unserem Land. Hinter jedem Einsatz stehen Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, regelmäßig üben und im Ernstfall bereitstehen, wenn andere Hilfe benötigen. Dafür verdienen sie unsere Anerkennung und unsere Unterstützung. Der Einsatz in Rodenbach hat einmal mehr eindrucksvoll gezeigt, wie leistungsfähig und verlässlich unser Brand und Katastrophenschutz ist. Dafür sage ich allen Beteiligten herzlich Danke.“

Gezielte Förderung des Brandschutzes

Im Main-Kinzig-Kreis wurden in den vergangenen zwei Jahren zwölf Fahrzeuge und sieben bauliche Maßnahmen mit rund zwei Millionen Euro gefördert. Davon entfielen allein auf das vergangene Jahr drei Fahrzeuge und drei bauliche Maßnahmen mit rund einer Millionen Euro.

Die Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes ist ein Schwerpunkt der Hessischen Landesregierung. Allein 2025 wurden rund 134 Fahrzeuge und 58 Baumaßnahmen an Feuerwehrhäusern mit mehr als 21 Millionen Euro gefördert. Damit konnten mehr als 90 Prozent aller eingegangenen förderfähigen Anträge bewilligt und trotz schwieriger Gesamthaushaltslage das hohe Niveau der Vorjahre gehalten werden. Seit 2016 hat das Land die Beschaffung von mehr als 1.770 Einsatzfahrzeugen und rund 600 bauliche Maßnahmen mit insgesamt mehr als 200 Millionen Euro unterstützt.

Auch 2026 investiert die Hessische Landesregierung zielgerichtet weiter in moderne Ausstattung, leistungsfähige Strukturen und damit in einen starken Brand- und Katastrophenschutz. Dazu stellt das Land erneut mehr als 21 Millionen Euro bereit. Hinzu kommen Mittel mindestens für die bewährten Landesbeschaffungsaktionen für TSF-W-Fahrgestelle, Mittlere Löschfahrzeuge MLF und Löschgruppenfahrzeuge LF 10. In diesem Bereich werden neue Lieferverträge ausgeschrieben, um die hessischen Städte und Gemeinden weiterhin von der Durchführung von Vergabeverfahren zu entlasten und den Feuerwehren leistungsfähige Fahrzeuge anbieten zu können.

Respekt-Paket

Anlässlich des Landesjubiläums 80 Jahre Hessen hat das Hessische Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz den Malwettbewerb „80 Jahre Hessen, 80 Helden“ ausgelobt. Kinder waren aufgerufen, ihren persönlichen Helden zu malen. Jedes teilnehmende Kind erhält als Dankeschön einen Rettungsteddy. Rettungsteddys kommen bei Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst auch im Einsatz zum Tragen, um Kindern in belastenden Situationen Halt und Trost zu geben. Seit dem 14. September 2026 werden die eingesandten Bilder nach Möglichkeit vor Ort an die zuständige Polizeistation, Freiwillige Feuerwehr oder den Rettungsdienst überreicht.

Die Hessische Landesregierung hat im September 2024 ein Respekt-Paket auf den Weg gebracht, mit dem sie sich für mehr Anerkennung und Respekt gegenüber Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten einsetzt. Anlass sind die seit Jahren hohen Zahlen von Angriffen auf Einsatzkräfte. Das Paket umfasst Maßnahmen zur Würdigung der Arbeit der Einsatzkräfte, zu ihrer besseren Ausstattung und Entschädigung sowie zu mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung, darunter auch Dialogformate zwischen Polizei und Schülern. Im Rheingau-Taunus-Kreis fand ein solches Dialogforum der Reihe „Cops im Dialog“ im Mai 2025 an einer Schule in Bad Schwalbach statt.

Bestandteil des Respekt-Pakets ist die jährliche Respektwoche rund um den Tag des Respekts am 18. September. In dieser Woche besuchen der Innenminister und der Innenstaatssekretär Dienststellen von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz, um mit den Einsatzkräften ins Gespräch zu kommen und ihnen für ihren Dienst zu danken.

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