Mehr als 700 Einsatzkräfte aus Hessen und dem angrenzenden Bayern waren an den Löscharbeiten beteiligt. Mein besonderer Dank gilt den ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern aus Rodenbach und dem gesamten Main-Kinzig-Kreis. Sie waren über mehrere Tage hinweg im Einsatz und haben dabei große körperliche Belastungen auf sich genommen. Unterstützt wurden sie von Feuerwehren aus weiteren hessischen Landkreisen und der Stadt Hanau sowie von Einsatzkräften des Technischen Hilfswerks, der Hilfsorganisationen und der Polizei. Auch mehr als 100 Einsatzkräfte aus dem Landkreis Aschaffenburg waren im Einsatz. Diese grenzüberschreitende Zusammenarbeit hat eindrucksvoll gezeigt, dass im Bevölkerungsschutz alle an einem Strang ziehen.
Ich bin heute im Rahmen der Respektwoche nach Rodenbach gekommen, um den Einsatzkräften persönlich meinen Dank auszusprechen. Sie haben Herausragendes geleistet und sich selbst für den Schutz anderer aufgeopfert. Das verdient Anerkennung und Respekt.
Mein Dank gilt deshalb allen, die an diesem anspruchsvollen Einsatz beteiligt waren. Den Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern, der Polizei, dem Technischen Hilfswerk, den Hilfsorganisationen, den Mitarbeitern des Wasserversorgers sowie allen weiteren Helfern. Sie alle haben mit großem Engagement, hoher Professionalität und viel Verantwortungsbewusstsein dafür gesorgt, dass der Brand unter Kontrolle gebracht und eine weitere Ausbreitung verhindert werden konnte.
Gerade die Freiwilligen Feuerwehren leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit in unserem Land. Hinter jedem Einsatz stehen Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, regelmäßig üben und im Ernstfall bereitstehen, wenn andere Hilfe benötigen. Dafür verdienen sie unsere Anerkennung und unsere Unterstützung. Der Einsatz in Rodenbach hat einmal mehr eindrucksvoll gezeigt, wie leistungsfähig und verlässlich unser Brand und Katastrophenschutz ist. Dafür sage ich allen Beteiligten herzlich Danke.“
Gezielte Förderung des Brandschutzes
Im Main-Kinzig-Kreis wurden in den vergangenen zwei Jahren zwölf Fahrzeuge und sieben bauliche Maßnahmen mit rund zwei Millionen Euro gefördert. Davon entfielen allein auf das vergangene Jahr drei Fahrzeuge und drei bauliche Maßnahmen mit rund einer Millionen Euro.
Die Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes ist ein Schwerpunkt der Hessischen Landesregierung. Allein 2025 wurden rund 134 Fahrzeuge und 58 Baumaßnahmen an Feuerwehrhäusern mit mehr als 21 Millionen Euro gefördert. Damit konnten mehr als 90 Prozent aller eingegangenen förderfähigen Anträge bewilligt und trotz schwieriger Gesamthaushaltslage das hohe Niveau der Vorjahre gehalten werden. Seit 2016 hat das Land die Beschaffung von mehr als 1.770 Einsatzfahrzeugen und rund 600 bauliche Maßnahmen mit insgesamt mehr als 200 Millionen Euro unterstützt.
Auch 2026 investiert die Hessische Landesregierung zielgerichtet weiter in moderne Ausstattung, leistungsfähige Strukturen und damit in einen starken Brand- und Katastrophenschutz. Dazu stellt das Land erneut mehr als 21 Millionen Euro bereit. Hinzu kommen Mittel mindestens für die bewährten Landesbeschaffungsaktionen für TSF-W-Fahrgestelle, Mittlere Löschfahrzeuge MLF und Löschgruppenfahrzeuge LF 10. In diesem Bereich werden neue Lieferverträge ausgeschrieben, um die hessischen Städte und Gemeinden weiterhin von der Durchführung von Vergabeverfahren zu entlasten und den Feuerwehren leistungsfähige Fahrzeuge anbieten zu können.
Respekt-Paket
Anlässlich des Landesjubiläums 80 Jahre Hessen hat das Hessische Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz den Malwettbewerb „80 Jahre Hessen, 80 Helden“ ausgelobt. Kinder waren aufgerufen, ihren persönlichen Helden zu malen. Jedes teilnehmende Kind erhält als Dankeschön einen Rettungsteddy. Rettungsteddys kommen bei Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst auch im Einsatz zum Tragen, um Kindern in belastenden Situationen Halt und Trost zu geben. Seit dem 14. September 2026 werden die eingesandten Bilder nach Möglichkeit vor Ort an die zuständige Polizeistation, Freiwillige Feuerwehr oder den Rettungsdienst überreicht.
Die Hessische Landesregierung hat im September 2024 ein Respekt-Paket auf den Weg gebracht, mit dem sie sich für mehr Anerkennung und Respekt gegenüber Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten einsetzt. Anlass sind die seit Jahren hohen Zahlen von Angriffen auf Einsatzkräfte. Das Paket umfasst Maßnahmen zur Würdigung der Arbeit der Einsatzkräfte, zu ihrer besseren Ausstattung und Entschädigung sowie zu mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung, darunter auch Dialogformate zwischen Polizei und Schülern. Im Rheingau-Taunus-Kreis fand ein solches Dialogforum der Reihe „Cops im Dialog“ im Mai 2025 an einer Schule in Bad Schwalbach statt.
Bestandteil des Respekt-Pakets ist die jährliche Respektwoche rund um den Tag des Respekts am 18. September. In dieser Woche besuchen der Innenminister und der Innenstaatssekretär Dienststellen von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz, um mit den Einsatzkräften ins Gespräch zu kommen und ihnen für ihren Dienst zu danken.