Innenminister Roman Poseck gemeinsam mit Schulleiterin Uta Stitterich, dem schulischen Projektleiter Ulrich Neeb, Oberbürgermeister Alexander Hetjes, Bürgermeister und Feuerwehrdezernent Dr. Oliver Jedynak sowie dem Vorsitzenden des Stadtkreisfeuerwehrverbandes Uwe Wolf

Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Poseck übergibt Förderbescheid an die Humboldtschule in Bad Homburg

Roman Poseck: „Die AG Feuerwehr und Bevölkerungsschutz an der Humboldtschule leistet Pionierarbeit und das Land steht dabei verlässlich an ihrer Seite.“

Innenminister Roman Poseck hat heute an der Humboldtschule in Bad Homburg einen Förderbescheid in Höhe von 2.500 Euro für das zweite Projektjahr der Schul-AG „Feuerwehr und Bevölkerungsschutz“ an die Schulleiterin Uta Stitterich und den schulischen Projektleiter Ulrich Neeb übergeben. Die AG wird in enger Kooperation mit der Freiwilligen Feuerwehr Bad Homburg durchgeführt und bildet Schüler umfassend in den Bereichen Brandschutz, Erste Hilfe, Sicherheit sowie Bevölkerungs- und Selbstschutz aus. Die Förderung erfolgt im Rahmen des Projekts „Mehr Feuerwehr in die Schule“ des Hessischen Innenministeriums. Vor Ort waren ebenfalls Oberbürgermeister Alexander Hetjes, Bürgermeister und Feuerwehrdezernent Dr. Oliver Jedynak sowie der Vorsitzende des Stadtkreisfeuerwehrverbandes Uwe Wolf.

Innenminister Roman Poseck betonte bei der Übergabe des Bescheids: „Die AG Feuerwehr und Bevölkerungsschutz an der Humboldtschule steht sinnbildlich dafür, wie Schule und Feuerwehr gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung übernehmen können. Die Krisenlagen der jüngeren Vergangenheit haben uns deutlich vor Augen geführt, dass der Zivil- und Katastrophenschutz eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist und dass wir damit nicht erst im Erwachsenenalter beginnen dürfen. Wer schon in jungen Jahren lernt, wie man sich selbst und anderen in einer Notlage helfen kann, ist im Ernstfall besser vorbereitet. Genau das leistet diese AG. Davon konnte ich mich bereits am 14. Juni 2025 im Rahmen des 125-jährigen Jubiläums der Humboldtschule Bad Homburg eindrucksvoll überzeugen. Die Arbeit der AG hat bei mir einen durchweg positiven Eindruck hinterlassen und deren wertvolle Arbeit auf anschauliche Weise verdeutlicht.

Die Humboldtschule und die Freiwillige Feuerwehr Bad Homburg haben hier gemeinsam etwas Besonderes aufgebaut. Die Schüler erhalten in diesem mehrjährig angelegten Projekt nicht nur theoretisches Wissen, sondern eine vollständige praktische Ausbildung. Sie reicht vom Grundlehrgang über Erste Hilfe bis hin zu einem Survival-Training, das den Ernstfall einer persönlichen Evakuierungssituation simuliert. Am Ende des Projekts steht ein beeindruckendes Bündel an Qualifikationen. Neben dem Abschluss eines Feuerwehr-Grundlehrgangs erwerben die Schüler ein Erste-Hilfe-Zertifikat sowie das Deutsche Rettungsschwimmabzeichen. Das sind Fähigkeiten fürs Leben, für die eigene Sicherheit, für die Familie und für die gesamte Gemeinschaft.

Dass die AG in Kooperation mit der Freiwilligen Feuerwehr Bad Homburg stattfindet und von dieser auch pädagogisch begleitet und evaluiert wird, ist ein echtes Qualitätsmerkmal. Die Schule bekommt damit einen Partner aus der Praxis und die Feuerwehr die Chance, früh für ihr wertvolles Ehrenamt zu begeistern. Das ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten. Ich danke allen, die dieses Projekt mit so viel Engagement tragen und bin sicher, dass die Feuerwehr Bad Homburg ein verlässlicher Partner an der Seite der Humboldtschule ist.

Das Land Hessen unterstützt dieses Engagement gerne und nicht nur mit Worten. Für das zweite Projektjahr stellen wir 2.500 Euro bereit. Wenn das Projekt weitergeführt wird, ist auch für das dritte Jahr eine Förderung in gleicher Höhe möglich. Was die Humboldtschule und die Feuerwehr Bad Homburg hier aufgebaut haben, ist Pionierarbeit und genau diese Pionierarbeit wollen wir fördern.“

„Mehr Feuerwehr in die Schule“

Das Hessische Innenministerium hat 2016 gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband Hessen und dem Kultusministerium das Projekt „Mehr Feuerwehr in die Schule“ ins Leben gerufen, um Kooperationen von Feuerwehren und Schulen zu erleichtern und zu unterstützen. Seit Inkrafttreten der Förderrichtlinie im März 2018 wurden hessenweit fast 350 Schulprojekte von Feuerwehren und Hilfsorganisationen mit einem Gesamtvolumen von mehr als einer Million Euro bewilligt. Für das Jahr 2026 stehen 100.000 Euro für neue Bewilligungen bereit. Gefördert werden Dauerangebote über ein komplettes Schuljahr, Stundenangebote sowie Projektwochen. Ergänzend stellt das Land einen Leitfaden sowie eine Online-Plattform mit Unterrichtsmaterialien und Praxisbeispielen zur Verfügung.

Bevölkerungsschutz als Bestandteil des Schulunterrichts

Auf hessischen Vorschlag hat die Innenministerkonferenz im Dezember 2025 beschlossen, dass die Einbindung von Bevölkerungsschutzthemen in den Schulunterricht ein wirksames Mittel ist, die Selbstschutz- und Selbsthilfefähigkeiten der Bevölkerung zu stärken. Das Hessische Innenministerium arbeitet gemeinsam mit dem Kultusministerium an einem entsprechenden Erlass nebst Handlungsleitfaden. Mit ihrer Schul-AG nimmt die Humboldtschule dabei eine Vorreiterrolle ein.

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