Herr Poseck hält ein von einem Kind gemaltes Bild in den Händen. Ein paar Kinder sitzen vor ihm und schauen ihn an.

Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Poseck würdigt Einsatz der Feuerwehr-Löschzwerge

Im Rahmen der Respektwoche hat Hessens Innenminister Roman Poseck die Freiwillige Feuerwehr Obershausen und deren Kinderfeuerwehr „Löschzwerge“ besucht.

Die Kinder beteiligten sich gemeinsam mit ihren Betreuerinnen am Malwettbewerb „80 Jahre Hessen, 80 Helden“, mit dem das Innenministerium anlässlich des 80-jährigen Bestehens des Landes das Engagement von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten sichtbar macht. Mit den Löschzwergen traf der Innenminister im Rahmen der diesjährigen Respektwoche erstmals auf eine Kinderfeuerwehr, die sich an dem Malwettbewerb beteiligt hat. Poseck kam mit den Kindern, ihren Eltern und den Verantwortlichen der Feuerwehr ins Gespräch und bedankte sich bei den Löschzwergen für ihre Teilnahme.

Innenminister Roman Poseck führte aus: „Unsere Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner sind da, wenn Menschen Hilfe brauchen. Sie löschen Brände, leisten technische Hilfe und übernehmen Verantwortung für die Sicherheit ihrer Mitmenschen. Gerade in unseren Städten und Gemeinden wäre ein leistungsfähiger Brandschutz ohne das große ehrenamtliche Engagement unserer Einsatzkräfte nicht denkbar. Dafür verdienen sie unseren Dank, unsere Anerkennung und vor allem unseren Respekt.

Besonders freut mich, dass dieser Gedanke hier in Obershausen schon bei den Jüngsten gelebt wird. Bei den Löschzwergen lernen Kinder spielerisch, was Feuerwehr ausmacht: Hilfsbereitschaft, Teamgeist und Zusammenhalt. Wer schon früh erlebt, wie wichtig es ist, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen, nimmt etwas Wertvolles für das ganze Leben mit. Und natürlich hoffen wir, dass aus vielen Löschzwergen später einmal aktive Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner werden.

Innenminister Roman Poseck: „Die Zukunft unserer Feuerwehren beginnt bei den Jüngsten.

Roman Poseck Innenminister

Mein besonderer Dank gilt Olga Schneider, Bianca Nelle und Anne Lenz. Sie investieren viel Zeit und Herzblut in die Betreuung der Kinder und damit in die Zukunft unserer Feuerwehren. Was hier in Obershausen geleistet wird, verdient große Anerkennung.

Wie aufmerksam die Kinder wahrnehmen, was unsere Einsatzkräfte für die Gesellschaft leisten, zeigen ihre Bilder zum Malwettbewerb ‚80 Jahre Hessen, 80 Helden‘. Kinder haben einen ganz besonderen Blick darauf, wer für sie eine Heldin oder ein Held ist. Mit dem Wettbewerb wollen wir die Menschen sichtbar machen, die helfen, wenn sie gebraucht werden. Ich freue mich sehr über die Beteiligung der Löschzwerge und bedanke mich bei allen Kindern für ihre tollen Bilder. Sie zeigen uns dabei etwas ganz Wichtiges: Respekt ist keine Frage des Alters. Wertschätzung und Zusammenhalt beginnen schon bei den Jüngsten.

Damit unsere Feuerwehren auch in Zukunft verlässlich für die Menschen da sein können, braucht es neben engagierten Einsatzkräften eine moderne Ausstattung. Deshalb unterstützt das Land die Kommunen bei Investitionen in Fahrzeuge und Feuerwehrhäuser. Der heutige Besuch zeigt mir aber vor allem: Die Zukunft unserer Feuerwehren beginnt bei den Jüngsten. Wenn Kinder schon früh erfahren, was Gemeinschaft, Hilfsbereitschaft und Verantwortung bedeuten, ist das ein starkes Zeichen für unsere Gesellschaft.“

Auch die Betreuerinnen Olga Schneider, Bianca Nelle und Anne Lenz zeigten sich erfreut über die Resonanz auf die Aktion: „Wir freuen uns riesig, dass die Bilder unserer Löschzwerge so gut angekommen sind. Damit hätten wir nie gerechnet. Es ist schön zu sehen, dass unsere Nachwuchsarbeit so viel Zuspruch bekommt.“

Malwettbewerb „80 Jahre, 80 Helden“

Anlässlich des 80-jährigen Bestehens des Landes Hessen hat das Hessische Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz Kinder dazu eingeladen, ihre persönlichen Heldinnen und Helden zu malen. Es gab über 120 Einsendungen. Jedes Kind, das ein Bild einsendet, erhält als Dankeschön einen vom Verein AKIK zur Verfügung gestellten Rettungsteddy. Die Teddys kommen auch im Einsatzalltag von Feuerwehr und Rettungsdienst zum Einsatz und sollen Kindern in belastenden Situationen Halt geben.

Seit fast 20 Jahren Feuerwehrnachwuchs in Obershausen

Die Nachwuchsarbeit hat bei der Freiwilligen Feuerwehr Obershausen eine lange Tradition. Die Jugendfeuerwehr besteht seit 1984, die Kinderfeuerwehr wurde 2007 gegründet. Im September 2024 kam in der Kerngemeinde Löhnberg eine zweite Kinderfeuerwehr hinzu.

Heute gehören den beiden Kinderfeuerwehren in der Gemeinde Löhnberg insgesamt 22 Kinder an; die drei Jugendfeuerwehren zählen 29 Mitglieder. Insgesamt zählen die vier Ortsteilfeuerwehren der Gemeinde 82 aktive Einsatzkräfte. Weitere 37 Mitglieder gehören den Ehren- und Altersabteilungen an. Im Jahr 2025 rückten die Feuerwehren zu 94 Einsätzen aus, darunter 57 Brände und 32 technische Hilfeleistungen, und leisteten dabei mehr als 2.400 Personalstunden.

Auch das Land unterstützt den Brandschutz vor Ort: Zwischen 2020 und 2025 erhielt die Gemeinde Löhnberg eine Förderung mit einem Gesamtvolumen von 61.875 Euro. Im gesamten Landkreis Limburg-Weilburg wurden in den vergangenen beiden Jahren 14 Fahrzeuge und vier bauliche Maßnahmen mit rund 1,83 Millionen Euro gefördert. Allein im vergangenen Jahr entfielen rund 792.000 Euro auf sieben Fahrzeuge und eine bauliche Maßnahme.

Hintergrund: Respekt-Paket

Die Hessische Landesregierung hat im September 2024 das Respekt-Paket auf den Weg gebracht, um die Anerkennung von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten angesichts der seit Jahren hohen Zahl von Angriffen auf Einsatzkräfte zu stärken. Es umfasst unter anderem Maßnahmen zur Würdigung ihrer Arbeit, zur besseren Ausstattung und Entschädigung sowie Dialogformate zwischen Polizei und Schülerinnen und Schülern.

Dazu gehört die jährliche Respektwoche rund um den Tag des Respekts am 18. September. Innenminister und Innenstaatssekretär besuchen in dieser Woche Dienststellen von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz, um mit den Einsatzkräften ins Gespräch zu kommen und ihnen für ihren Dienst zu danken.

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