Im Mittelpunkt des heutigen Besuchs standen die Arbeit der ehrenamtlichen Einsatzkräfte im Katastrophenschutz und die Wertschätzung für alle, die in Hessen für Sicherheit sorgen. Ein besonderer Moment war die Übergabe eines Kinderbildes aus dem Malwettbewerb „80 Jahre Hessen, 80 Helden“. Die kleine Milla überreichte ihr selbst gemaltes Bild persönlich und richtete einige Worte an die Einsatzkräfte.
Poseck lobt Zusammenarbeit im Katastrophenschutz
Innenminister Roman Poseck betonte bei seinem Besuch bei den Maltesern in Frankfurt: „Die Malteser sind eine feste Säule des Katastrophenschutzes in Hessen. Gemeinsam mit den anderen weißen Hilfsorganisationen stellen sie Einsatzkräfte vor allem im Sanitätswesen und in der Betreuung und übernehmen zum Teil auch Sonderaufgaben. Wenn schwere Unglücke oder Naturkatastrophen die Menschen vor Ort überfordern, stehen die ehrenamtlichen Helfer der Malteser bereit.
Frankfurt kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Die Malteser sind hier Teil der Medizinischen Task Force. Zudem sind in Frankfurt eine Bundeseinheit und zwei eigene Einheiten der Malteser mit insgesamt 86 Katastrophenschutzhelfern stationiert. Das ist ein starkes Fundament für die Sicherheit der Menschen in der größten Stadt unseres Landes.
Die Malteser Frankfurt stehen zudem für Innovation und gelebte Zusammenarbeit. Mit der Übungsreihe ‚FRARescueFusion‘ haben sie seit 2024 gemeinsam mit ihren Partnern ein Format geschaffen, das für den Katastrophenschutz in Hessen wegweisend ist. Ich war bereits bei der ersten Übung dabei und habe mir auch die dritte Auflage im März dieses Jahres nicht entgehen lassen. Mit rund 250 Einsatzkräften und bis zu 120 Verletztendarstellern war es die bislang größte Übung der Reihe. Besonders beeindruckt hat mich, dass die gesamte Übung von der Planung bis zur Durchführung ehrenamtlich organisiert wurde. Das ist ein eindrucksvoller Beleg für die Leistungsfähigkeit und Professionalität des Ehrenamts in Hessen. Katastrophen halten sich nicht an Zuständigkeitsgrenzen. Deshalb ist es so wertvoll, dass hier die Schnittstellen zwischen den Hilfsorganisationen trainiert werden, die im echten Krisenfall, etwa bei Starkregen oder einem Blackout, lebensentscheidend sind. Der zweite Platz beim Hessischen Katastrophenschutzpreis war die verdiente Anerkennung für dieses zukunftsweisende Konzept.