Im Zuge der Respektwoche hat er sich über die Arbeit von haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften der Blaulichtfamilie informiert. Veranstaltet wird der Thementag gemeinsam von der Stadt Offenbach, der örtlichen Feuerwehr, dem Polizeipräsidium Südosthessen, verschiedenen Hilfsorganisationen und dem Technischen Hilfswerk. An dem Aktionstag finden Familien und interessierte Besucher Informationsstände, Ausstellungen, Fahrzeugvorführungen und Mitmach-Angebote vor. Im Mittelpunkt stehen Prävention, Aufklärung und Sensibilisierung für die wichtige Arbeit der Einsatz-, Hilfs- und Sicherheitskräfte in Hessen.
Einsatzkräfte verdienen Schutz und Respekt
Innenminister Roman Poseck betonte bei seinem Rundgang die große Bedeutung der Arbeit von Hilfs-, Einsatz- und Sicherheitskräften: „Wenn jemand in Not ist und Hilfe ruft, spielt es keine Rolle, wie diese Person wählt, woran sie glaubt oder woher sie kommt. Klar ist, dass Hilfe kommt. Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte behandeln Menschen nach ihrer Not und nicht nach ihrer Meinung. Gerade in einer Zeit, in der sich die politischen Ränder immer radikaler gegenüberstehen, ist das mehr als ein praktischer Dienst. Es ist ein Signal in die Gesellschaft.
Viele Einsatzkräfte leisten ihren Einsatz ehrenamtlich. Gerade das Ehrenamt in der Feuerwehr stärkt den Zusammenhalt vor Ort. Alle Generationen jeden Alters kommen zusammen und stehen füreinander ein. Das ist heute wichtiger denn je. Unsere Einsatzkräfte sind Stabilitätsanker für unsere Demokratie. Sie machen erlebbar, was ein Rechtsstaat verspricht: Sicherheit, Schutz und Hilfe für jeden Einzelnen. Deshalb müssen wir diejenigen schützen, die uns schützen.
Der Blaulichttag setzt ein wichtiges Zeichen: Angriffe auf Polizisten, Hilfs- und Einsatzkräfte häufen sich. Nicht selten werden Kameraden im Dienst verletzt oder im schlimmsten Fall sogar getötet. Im Jahr 2025 beliefen sich die hessenweiten Zahlen der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik auf 5.507 Gewaltdelikte gegen Mitglieder der Blaulichtfamilie, was einen neuen tragischen Höchststand markiert. Im Jahr 2022 verzeichneten wir hier noch 4.873 Angriffe auf Einsatzkräfte. Innerhalb von vier Jahren entspricht das einem erschreckenden Anstieg von über 12 Prozent. Allein im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Südosthessen waren 2025 über 500 Polizistinnen und Polizisten sowie knapp 20 Rettungskräfte und vier Feuerwehrleute von dieser Gewalt betroffen.
Diese Entwicklungen dürfen wir niemals klaglos hinnehmen. Jeder Angriff auf diese Frauen und Männer, die sich selbstlos in den Dienst der Gemeinschaft stellen, ist ein Angriff auf unseren Rechtsstaat. Ich verurteile diese Gewalt zutiefst. Unter dem Motto ‚Einsatz verdient Respekt‘ ergreifen wir deshalb kontinuierlich Maßnahmen, um über die wichtige Arbeit der Einsatzkräfte zu informieren und sie besser zu schützen. Dieses Respekt-Paket haben wir bereits 2024 ins Leben gerufen. In einem Dreiklang aus Anerkennung, Ausstattung und Sichtbarkeit arbeiten wir aktiv daran, den Respekt für Einsatzkräfte herzustellen, den sie verdienen.