Herr Rößler steht neben einem Mann in Uniform, welcher eine Urkunde in den Händen hält

Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Rößler zeichnet Gerhard Biederbick aus

Innenstaatssekretär Martin Rößler hat den langjährigen Kreisbrandinspektor des Landkreises Waldeck-Frankenberg, Gerhard Biederbick, aus seinem Amt verabschiedet und ihm für seine besonderen Verdienste um den Brandschutz das Silberne Brandschutzverdienstzeichen als Steckkreuz verliehen.

Die Auszeichnung gehört zu den höchsten staatlichen Ehrungen im hessischen Feuerwehrwesen. Gerhard Biederbick war seit dem 1. Oktober 2000 Kreisbrandinspektor des Landkreises Waldeck-Frankenberg.

Martin Rößler würdigte das jahrzehntelange Engagement: „Gerhard Biederbick steht wie kaum ein anderer für Verlässlichkeit, Verantwortungsbewusstsein und gelebtes Ehrenamt. Fast fünf Jahrzehnte in der Freiwilligen Feuerwehr sind eine beeindruckende Zeitspanne. Seit seinem Eintritt in die Jugendfeuerwehr im Jahr 1977 hat er sich mit großer Leidenschaft für die Sicherheit der Menschen eingesetzt. Zunächst als Feuerwehrangehöriger und Führungskraft, später mehr als 25 Jahre als Kreisbrandinspektor des Landkreises Waldeck-Frankenberg. Dafür gebührt ihm unser besonderer Dank und großer Respekt.

Als Kreisbrandinspektor hat Gerhard Biederbick den Brand- und Katastrophenschutz in Waldeck-Frankenberg maßgeblich mitgeprägt. Dabei hat er sich weit über seine dienstlichen Aufgaben hinaus für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte engagiert. Sein Einsatz in zahlreichen Fachgremien auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene zeigt, wie wichtig ihm die Weiterentwicklung des Feuerwehrwesens war. Besonders am Herzen lag ihm die Nachwuchsförderung. Er hat die Kinder- und Jugendfeuerwehren unterstützt und sich ebenso für die Brandschutzerziehung starkgemacht.

Gerade in einer Zeit, in der es immer schwieriger wird, Beruf, Familie und ein langfristiges Ehrenamt miteinander zu verbinden, ist ein solches Engagement über Jahrzehnte etwas ganz Besonderes. Gerhard Biederbick war für seine Kameradinnen und Kameraden stets ansprechbar und stand ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Er hat damit nicht nur fachlich, sondern auch menschlich Maßstäbe gesetzt.

Mit dem Silbernen Brandschutzverdienstzeichen als Steckkreuz würdigen wir seine herausragenden Verdienste um den Brandschutz in Hessen. Lieber Herr Biederbick, für Ihren jahrzehntelangen Einsatz, Ihre Verlässlichkeit und Ihre gelebte Kameradschaft danke ich Ihnen sehr herzlich. Für Ihren neuen Lebensabschnitt wünsche ich Ihnen alles Gute.“

Gezielte Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes

Die Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes ist und bleibt ein Schwerpunkt der Hessischen Landesregierung. Um den Einsatzkräften optimale Rahmenbedingungen zu bieten, hat das Land die Mittel der Brandschutzförderung in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut. Gefördert werden unter anderem die Beschaffung moderner Feuerwehrfahrzeuge, die Modernisierung der Infrastruktur sowie die Aus- und Fortbildung der Einsatzkräfte und die Unterstützung des Ehrenamts.

Von dieser Förderung profitiert auch der Landkries Waldeck-Frankenberg. In den vergangenen zwei Jahren wurden dort insgesamt 16 Feuerwehrfahrzeuge und neun bauliche Maßnahmen mit einer Gesamtsumme von rund 2,3 Millionen Euro gefördert. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt acht Fahrzeuge und fünf bauliche Maßnahmen mit einer Gesamthöhe von rund 1,3 Millionen Euro unterstützt. 

Auch im Jahr 2026 setzt das Land seine Investitionen in den Brand- und Katastrophenschutz auf hohem Niveau fort. Hierfür stehen erneut mehr als 21 Millionen Euro zur Verfügung. Darüber hinaus werden die bewährten Landesbeschaffungsaktionen für TSF-W-Fahrgestelle, Mittlere Löschfahrzeuge (MLF) und Löschgruppenfahrzeuge (LF 10) fortgeführt. Mit neuen Lieferverträgen entlastet das Land die hessischen Städte und Gemeinden bei Vergabeverfahren und unterstützt die Feuerwehren dabei, leistungsfähige Einsatzfahrzeuge schnell und wirtschaftlich zu beschaffen.

Bereits im Jahr 2025 wurden 134 Feuerwehrfahrzeuge und 58 Baumaßnahmen an Feuerwehrhäusern mit mehr als 21 Millionen Euro gefördert. Trotz der angespannten Haushaltslage konnten mehr als 90 Prozent aller förderfähigen Anträge bewilligt und das hohe Förderniveau der Vorjahre gehalten werden. Seit 2016 hat das Land insgesamt mehr als 200 Millionen Euro für über 1.770 Einsatzfahrzeuge und rund 600 Baumaßnahmen bereitgestellt.

Respekt-Paket

Anlässlich des Landesjubiläums 80 Jahre Hessen hat das Hessische Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz den Malwettbewerb „80 Jahre Hessen, 80 Helden“ ausgelobt. Kinder waren aufgerufen, ihren persönlichen Helden zu malen. Jedes teilnehmende Kind erhält als Dankeschön einen Rettungsteddy. Rettungsteddys kommen bei Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst auch im Einsatz zum Tragen, um Kindern in belastenden Situationen Halt und Trost zu geben. Seit dem 14. September 2026 werden die eingesandten Bilder nach Möglichkeit vor Ort an die zuständige Polizeistation, Freiwillige Feuerwehr oder den Rettungsdienst überreicht.

Die Hessische Landesregierung hat im September 2024 ein Respekt-Paket auf den Weg gebracht, mit dem sie sich für mehr Anerkennung und Respekt gegenüber Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten einsetzt. Anlass sind die seit Jahren hohen Zahlen der Angriffe auf Einsatzkräfte. Das Paket umfasst Maßnahmen zur Würdigung der Arbeit der Einsatzkräfte, zu ihrer besseren Ausstattung und Entschädigung sowie zu mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung, darunter auch Dialogformate zwischen Polizei und Schülern.

Bestandteil des Respekt-Pakets ist die jährliche Respektwoche rund um den Tag des Respekts am 18. September. In dieser Woche besuchen der Innenminister und der Innenstaatssekretär Dienststellen von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz, um mit den Einsatzkräften ins Gespräch zu kommen und ihnen für ihren Dienst zu danken.