Ein Mann im Anzug spricht mit einem Mikrofon auf einer Festzelt-Bühne neben einer Frau und einem Mann in weißer Feuerwehr-Dienstkleidung.

Hessisches Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz

Staatssekretär Rößler weiht Feuerwehrhaus in Lehnheim ein

Martin Rößler: „Die Herausforderungen für Freiwillige Feuerwehren wachsen auch durch die Folgen des Klimawandels, auch deshalb benötigen die Einsatzkräfte moderne Feuerwehrhäuser und -fahrzeuge.“

Innenstaatssekretär Martin Rößler hat bei der Einweihung des neuen, vom Land Hessen geförderten Feuerwehrhauses in Grünberg-Lehnheim eine Rede gehalten und die große Bedeutung von Investitionen in den Brandschutz betont. Das Land Hessen stellte für den Bau des neuen Stützpunkts Fördermittel in Höhe von genau 288.050 Euro zur Verfügung. Im Zusammenhang mit dem Neubau erfolgte bereits im Februar die Zusammenlegung der Stadtteilwehren Lehnheim und Stangenrod zum neuen Löschzug-Mitte.

Das neue Feuerwehrhaus in Lehnheim bietet auf einer Nutzfläche von 671 Quadratmetern unter anderem eine Fahrzeughalle mit drei Stellplätzen, Lager- und Werkstattflächen sowie Büro- und Ausbildungsräume. Als eine der insgesamt 13 Stadtteilfeuerwehren Grünbergs wird der Löschzug-Mitte künftig einen wesentlichen Beitrag für die Sicherheit der Stadt und ihrer mehr als 13.500 Einwohner erbringen.

Martin Rößler sagte anlässlich der Einweihungsfeier: „Die Herausforderungen für Feuerwehren wachsen auch durch die Folgen des Klimawandels, zum Beispiel durch Unwetter, Starkregen und Vegetationsbrände. Auch deshalb benötigen die Einsatzkräfte eine moderne Ausstattung und vor allem Feuerwehrhäuser und - fahrzeuge auf Höhe der Zeit. Um die Kommunen bei ihren Investitionen in den Brandschutz zu unterstützen, hat das Land Hessen in den vergangenen Jahren Fördermittel in Höhe von mehr als 200 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Ich freue mich, dass der Neubau des Feuerwehrhauses in Grünberg-Lehnheim mit 288.050 Euro aus Landesmitteln gefördert werden konnte. In den neuen Räumlichkeiten finden die Einsatzkräfte alles, was sie für ihre Brandschutzarbeit benötigen. Auch für die Nachwuchsarbeit, die durch die Gründung einer neuen Minifeuerwehr noch ausgebaut wird, gibt es ausreichend Platz.

Ich wünsche allen Feuerwehrleuten, dass sich schnell eine Verbundenheit zum neuen Feuerwehrhaus einstellt und dass alle Einsätze, die hier ihren Ausgangspunkt haben, erfolgreich verlaufen. Auf die Freiwillige Feuerwehr Grünberg ist Verlass! Die Feuerwehrleute sind motiviert und gut ausgebildet. Ich danke Ihnen für Ihren engagierten, wichtigen Dienst.“

Die Feuerwehr Grünberg hat insgesamt mehr als 300 aktive Einsatzkräfte und ist für eine Fläche von fast 90 Quadratkilometern zuständig. Es gibt eine Kinderfeuerwehr mit über 40 und eine Jugendfeuerwehr mit über 130 Mitgliedern. Die Ehren- und Altersabteilung zählt rund 60 Personen. Der Fuhrpark der Grünberger Feuerwehr besteht aus mehr als 30 Fahrzeugen.

Gezielte Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes

Im Landkreis Gießen hat das Land Hessen allein in den vergangenen zwei Jahren Zuwendungen für zehn Fahrzeuge und drei bauliche Maßnahmen bewilligt oder vorbeschieden, das Gesamtvolumen betrug mehr als 1,3 Millionen Euro. An die Stadt Grünberg gingen im Bereich des Brandschutzes seit 2020 Landesfördermittel in Höhe von mehr als 360.000 Euro.

Die Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes ist für die Hessische Landesregierung ein Schwerpunkt. Das Land investiert schon seit Jahren in Feuerwehrfahrzeuge, -häuser und -technik, aber zum Beispiel auch in die Aus- und Fortbildung von Einsatzkräften an der Hessischen Landesfeuerwehrschule. Allein 2025 wurden 134 Fahrzeuge und 58 Baumaßnahmen an Feuerwehrhäusern mit mehr als 21 Millionen Euro gefördert. Damit hat das Land mehr als 90 Prozent aller förderfähigen Anträge bewilligt und trotz schwieriger Gesamthaushaltslage das hohe Niveau der Vorjahre halten können. Seit 2016 betrug die Förderung von mehr als 1.770 Einsatzfahrzeugen und rund 600 Baumaßnahmen insgesamt mehr als 200 Millionen Euro.

Im Jahr 2026 investiert die Hessische Landesregierung weiter zielgerichtet in den Brand- und Katastrophenschutz und stärkt die Einheiten bedarfsgerecht. Dazu stellt das Land erneut mehr als 21 Millionen Euro bereit. Hinzu kommen Mittel mindestens für die bewährten Landesbeschaffungsaktionen für TSF-W-Fahrgestelle, Mittlere Löschfahrzeuge MLF und Löschgruppenfahrzeuge LF 10. In diesem Bereich werden neue Lieferverträge ausgeschrieben, um die hessischen Städte und Gemeinden weiterhin von der Durchführung von Vergabeverfahren zu entlasten und den Feuerwehren leistungsfähige Fahrzeuge anbieten zu können.

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