Die Hessische Landesregierung fördert mit dem heutigen Projekt in Niedenstein die interkommunale Zusammenarbeit im Schwalm-Eder-Kreis. Der Landschaftspflegeverband Schwalm-Eder e.V., an dem sich fast alle kreisangehörigen Kommunen beteiligen, soll als zentrale Anlaufstelle für Naturschutz- und Landschaftspflegemaßnahmen dienen. Bürgermeister Grunewald, 1. Kreisbeigeordneter Kaufmann und viele Bürgermeister der beteiligten Städte und Gemeinden waren heute anwesend.
Innenminister Roman Poseck betonte bei seinem Besuch im Schwalm-Eder-Kreis: „Mit der Zusammenarbeit von 25 kreisangehörigen Kommunen unter dem Dach des Landschaftspflegeverbandes e.V. setzt der Schwalm-Eder-Kreis ein wichtiges Zeichen. Nur durch gemeinsame Anstrengungen können wir den Naturschutz und die Landschaftspflege in unserer Region zukunftsfähig gestalten und die biologische Vielfalt für kommende Generationen sichern.
Besondere Unterstützung für die interkommunale Zusammenarbeit
Der Erhalt der biologischen Vielfalt und einer schützenswerten Natur für künftige Generationen ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Mit dem heutigen Förderbescheid zur Unterstützung des Landschaftspflegeverbandes setzen wir gemeinsam mit den Kommunen ein starkes Zeichen für den Umwelt- und Naturschutz in der Region. Der Verband wird als unabhängige Institution dem fortschreitenden Verlust von Biodiversität entgegenwirken und sich den Herausforderungen des Klimawandels sowie dem Bedarf an mehr Naturschutz und Landschaftspflege im Kreisgebiet widmen. Ich freue mich, dass wir heute einen weiteren Schritt in Richtung einer flächendeckenden Landschaftspflege in Hessen gehen können.
Mit der Zuwendung in Höhe von 100.000 Euro für den Landschaftspflegeverband Schwalm-Eder e.V. unterstreicht das Land Hessen einmal mehr seine besondere Unterstützung für die interkommunale Zusammenarbeit. Das Land Hessen fördert solche Projekte seit vielen Jahren mit einem finanziell gut ausgestatteten, unbürokratischen und kommunalfreundlichen Förderprogramm. Damit ermöglichen wir es den Kommunen, gemeinsam Herausforderungen zu meistern und innovative Lösungen für den ländlichen Raum zu entwickeln.“
Hintergrund Förderprogramm Interkommunale Zusammenarbeit
Die Interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) in Hessen ist eine Erfolgsgeschichte. Im Jahr 2004 wurde die erste „Rahmenvereinbarung zur Förderung der Interkommunalen Zusammenarbeit“ in enger Abstimmung mit den Kommunalen Spitzenverbänden ins Leben gerufen. Die Hessische Landesregierung hat seitdem das Förderprogramm deutlich erweitert. Die Zahl der Aufgabenbereiche und der Kreis der Antragsteller wurden mit jeder neuen Auflage erweitert. Heute sind nahezu alle Aufgabenbereiche von der IKZ-Förderrichtlinie umfasst und alle Kommunen können Förderanträge stellen. Seit dem Jahr 2008 konnten über 540 Projekte mit einer Gesamtsumme von mehr als 37 Millionen Euro gefördert werden, an denen 2.535 Gemeinden, Städte und Landkreise beteiligt sind (Mehrfachzählung = Kommunen mit mehreren IKZ-Projekten).
Die Art und Form der IKZ-Kooperationen betreffen seit jeher verschiedene kommunale Aufgabenbereiche und haben meist Vorbildcharakter für andere Kommunen. So kooperieren immer mehr Kommunen bei der Beschaffung und Wartung von Feuerwehrtechnik, halten gemeinsame Verwaltungs- und Ordnungsbehördenbezirke vor oder arbeiten beispielsweise bei der Abfallentsorgung oder in der Finanz- und Bauverwaltung zusammen. Die Digitalisierung und damit verbundene Aufgaben wie Datenschutz und Cybersicherheit eröffnen ein weiteres Feld der Zusammenarbeit von Kommunen in Hessen. Ebenso werden Kooperationen von Kommunen zur Durchführung von Veranstaltungen gefördert. Die Zuschusshöhe ist gestaffelt nach der Anzahl der beteiligten Kommunen. Das „Kommunale Beratungszentrum Hessen – Partner der Kommunen“ berät hessische Kommunen seit dem Jahr 2009 zu strategischen und inhaltlichen Fragen rund um die Interkommunale Zusammenarbeit