Der Begrüßung ging eine Bewerbung der Kommunen des Werra-Meißner-Kreises durch den gemeinsam eingesetzten Resilienzbeauftragten Marco Federau voraus.
Innenminister Roman Poseck begrüßte das vorausschauende Engagement der Kommune und betonte die Bedeutung guter Vorbereitung: „Resilienz ist zu einem Schlüsselbegriff moderner Sicherheitspolitik sowohl staatlicher als auch privater Sicherheitsvorsorge geworden. Im Krisenfall sind die Menschen ganz akut vor Ort in unseren Kommunen betroffen. Hier findet die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Hilfsorganisationen statt; es werden Krisen bewältigt und Kritische Infrastruktur betrieben. Das hat für das Gemeinwesen vor Ort eine herausgehobene Bedeutung. Umso wichtiger ist es, diese Infrastruktur wehrhaft und resilient zu machen, damit sie dann verlässlich funktioniert, wenn es darauf ankommt.
Der Werra-Meißner-Kreis ist eine ländlich geprägte Region in Nordhessen. Hier verteilen sich knapp 100.000 Einwohner auf 16 kleine Städte und Gemeinden. Um die örtlich entsprechend begrenzten personellen und planerischen Ressourcen hier sinnvoll einzusetzen, hat sich der Kreis für eine übergeordnete Zentralisierung seiner Resilienzstrategie entschieden. Ein überaus vorausschauender und maßvoller Schritt, den wir sehr begrüßen. Denn gute Vernetzung und Zentralisierung sind in Krisenzeiten ein bedeutender Resilienzbaustein.
Der Kreis tritt dem Landesprogramm nicht unvorbereitet bei. Schon vor der Bewerbung wurden zusätzliche Stellen im örtlichen Katastrophenschutz sowie für die zivile Verteidigung und Alarmplanung geschaffen. Neben der Ertüchtigung der Kreisverwaltung – mitunter durch gezielte Schulungen – wurde zudem ein Notstromerzeuger beschafft. Diese Maßnahmen beweisen ein aktives Bewusstsein für Selbstschutz und Präventionsarbeit.